Sommersemester 2022
Universität Hamburg

Von fixen Ideen, historisch-literarischen Vorbildern und Visionen.
Sinfonische Dichtung und Programm-Musik

Vorlesung (eine Veranstaltung des Zentrum für Weiterbildung)

Donnerstags 16.15 – 17.45, online
Termine: 28.4.,
5.5., 12.5., 19.5.,
2.6., 9.6., 16.6. und 23.6.2022

Im 19. Jahrhundert entstanden sinfonische Werke, denen nicht mehr nur eine genuin musikalische Konzeption zugrunde lag, sondern aus dem Geist außermusikalischer Vorstellungen gestaltet wurden.

Die Komponisten folgten bei ihren Komposition nicht mehr den gewohnten musikalischen Gesetzen, sondern beriefen sich stattdessen auf literarische Werke oder Fiktionen, historische Gegebenheiten und Personen sowie auf Naturschilderungen oder Gemälde.Ihrem jeweiligen Gehalt folgte die musikalische Gestaltung, eine Vorgehensweise, die zu einer heftigen ästhetischen Kontroverse zwischen den Vertretern einer rein absoluten Musik und einer nach Programmen entworfenen Musik führte.

Neben mehrsätzigen Werken, die auf poetische oder konkrete Inhalte zurück gehen – wie die »Symphonie fantastique« von Hector Berlioz, der »Faust-Sinfonie« von Franz Liszt, der »Manfred-Sinfonie« von Peter Tschaikowski, sowie »Aus Italien« und der »Alpensinfonie« von Richard Strauss –, steht die von Franz Liszt begründete einsätzige sinfonische Dichtung – wie die »Bergsinfonie« oder die »Hunnenschlacht« – ebenfalls im Mittelpunkt.

Mit Friedrich Smetanas »Mein Vaterland« wurden im Zusammenhang mit einer sich ausprägenden eigenen nationalen Musikkultur sogar politische Visionen in Töne gesetzt. Das vom Rezipienten geforderte aktive Hören der besprochenen Werke, ist ein weiterer zentraler Aspekt dieser Vorlesung.

 

Folien

1. Vorlesung

2. Vorlesung