Wintersemester 2013/14
Universität Hamburg

Die Symphonie im 19. Jahrhundert
Zur Entstehung und Aufführungspraxis einer bürgerlichen Konzertgattung

Vorlesung (eine Veranstaltung der Arbeisstelle für wissenschaftliche Weiterbildung)

Mittwochs 16.15 – 17.45
Temine: 23. Oktober, 30. Oktober (Hörsaal ESA K)
6. November (Hörsaal ESA A), 20. November, 27. November (Hörsaal Audi I),
4. Dezember, 11. Dezember 2013 (Hörsaal ESA A),
8. Januar 2014 (Hörsaal Audi I)

Die Etablierung des bürgerlichen Konzertwesens im 19. Jahrhundert ist untrennbar mit der Entstehung und Weiterentwicklung der Symphonie verbunden. Kaum eine andere musikalische Gattung hat das Musikleben bis in das 20. Jahrhundert hinein derart nachhaltig geprägt. Die Symphonie wurde zum heimlichen Hauptwerk eines Konzertabends und erreichte gegen Ende des 19. Jahrhunderts sogar abendfüllende Ausmaße.

Im Zentrum dieser Vorlesung steht die Auseinandersetzung mit der Entwicklung der Symphonie, die mit den Werken von Joseph Haydn ihren ersten Höhepunkt erlebt. Mit den Symphonien Mozarts und Beethovens werden schließlich die Grundlagen einer bürgerlichen Konzertkultur geschaffen. Die Symphonie nach Beethoven war von einem manchmal unüberwindbaren Respekt vor dem übermächtigen Vorbild geprägt, der die Komponisten der Romantik (Berlioz, Schumann, Mendelssohn, Lizst und Brahms) zu neuen Konzepten führte oder nach neuen Anknüpfungspunkten suchen liess (Schubert, Bruckner und Mahler).

Neben der Betrachtung der kompositorischen Entwicklungen liegt ein besonderes Augenmerk auf der historischen Aufführungspraxis der Symphonien (Besetzung der Orchester, Besonderheiten der Konzertsäle, zunehmende Bedeutung des Dirigenten etc.), die bis in die heutige Zeit für Diskussionen sorgt.